Ich verlasse das Hotel und schlendere über das alte Kopfsteinpflaster in die pittoreske Altstadt.

Ganz schön kalt hier, ich schiebe meinen Schal noch etwas höher.

Ich sehe in die Augen von fröhlichen, offenen Menschen. Vilnius, das heißt Aufbruch, selbst – oder gerade – jetzt im kalten Winter.

Bürgermeister Remigijus Simasius bezeichnet Litauens Hauptstadt als Start-up. Mir gefällt dieser Vergleich.

Von der sowjetischen Vergangenheit ist hier wenig zu spüren – alles ist sehr westlich.

Das könnt ihr in Vilnius im Winter machen:

In der Dunkelheit sieht man den Weihnachtsbaum auf dem zentralen Kathedralenplatz schon von weitem. Wobei. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein glitzernder Kegel.

Bei genauerem Hinsehen oder bei Tageslicht offenbart sich der rund 25 Meter hohe Baum.

Jedes Jahr wird der Weihnachtsmarkt an der Kathedrale als einer der schönsten in Europa gekürt – und ja, er hat etwas Magisches.

Rund um den Glitzerbaum sind jede Menge Buden.

Ihr müsst unbedingt einen köstlichen Glühwein trinken – das geht hier übrigens sehr entspannt, überlaufen ist der Weihnachtsmarkt selbst am Wochenende nicht.

Um die Ecke, am Daukantoplatz, liegt der Präsidentenpalast – müsst ihr euch unbedingt auch von innen anschauen. Kleiner Tipp: vorab unter eine Führung anfragen, dann erspart ihr euch viel Warterei.

Die Führung ist jeden Samstag möglich und ist kostenfrei. Ihr werdet durch sämtliche offiziellen Räume geführt, sogar ins Arbeitskabinett. Sehr spannender Einblick in die Politik von Litauen.

Kurz zusammengezuckt bin ich bei der Info, dass die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite (61) den schwarzen Gürtel in Karate hat. Hätte ich so nicht gedacht. ;)

CC-BY-SA 4.0

Vilnius hat eine gute halbe Million Einwohner – ihr könnt die Innenstadt also noch prima zu Fuß erkunden!

Wenn ihr auf Kirchen steht, seid ihr in Vilnius genau richtig. Geht auf jeden Fall in die Kathedrale (ein klassizistischer Prunkbau, sehr sehenswert) und in die Sankt-Annen-Kirche (spätgotisch, UNESCO-Weltkulturerbe, ebenfalls superschön).

Und wo ihr schon dabei seid: auch einen Blick in die Uni aus dem 16. Jahrhundert werfen – das imposante Gelände ist so riesig, da könnt ihr gut zwei, drei Stunden alleine einplanen. Lohnt sich aber total.

Und wenn ihr Vilnius von oben sehen möchtet, geht zum „Denkmal Drei Kreuze“ oder zum Gediminas-Turm.

Wenn ihr einen schnellen Überblick wollt, was man hier so alles machen kann, geht ins Nemuziejus. Das ist ein multimedialer Showroom, der euch die Sehenswürdigkeiten von Vilnius hautnah erleben lässt, mit Clips auf Videowänden, VR-Brillen & Co.!

Die Wasserburg von Trakai

Wenn ihr Vilnius dann erkundet habt und in Märchenschloss-Stimmung seid: auf nach Trakai (eine gute halbe Autostunde von Vilnius entfernt)!

Im Sommer ist echt viel los, der Winter ist genau die richtige Jahreszeit, um die Wasserburg zu erkunden.

Trakai war im Mittelalter kurze Zeit Hauptstadt von Litauen. In den darauffolgenden Jahrhunderten ist die Burg immer wieder in Mitleidenschaft gezogen und neu aufgebaut worden. Wie das genau war, ist in den Räumen der Burg in Form einer tollen Ausstellung zu sehen.

Nach der Burg könnt ihr ins Kybynlar, dort gibt es die feinen Kybyn: mit Hammel- oder Rindfleisch gefüllte Teigtaschen, dazu trinkt man einen Karaimu, ein Met-Getränk aus Honig. I sveikata!

Essen und Trinken in Vilnius:

Getränketechnisch sieht’s in Litauen ähnlich aus wie auf meinem kürzlichen Trip nach Tschechien - wenig Wein, viel Bier!

Besucht unbedingt eine Brauerei vor Ort und macht eine Bierprobe! Bier ist hier übrigens nicht teuer – sonst sind die Preise ganz ähnlich wie bei uns. Gezahlt wird in Litauen seit 2015 in Euro.

Wo ihr auch super alle feinen Köstlichkeiten probieren könnt: in der Markthalle! Okay, die älteren Damen, die ihre leckeren Sachen verkaufen, sind etwas ruppig – aber das müsst ihr wirklich nicht persönlich nehmen.

Macht Spaß, hier herumzuschlendern und sich durchzuprobieren! Schwer angesagt sind Käse, großartiges Fleisch, Honig und viel frisches Gemüse!

Für dieses Bild habe ich mich extra unters Dach der Halle begeben:

Wenn's etwas feiner sein soll:

Eines der besten Restaurants im ganzen Baltikum ist das Sweet Root.

Checkt das kreative 7-Gänge-Menü – ihr werdet absolut begeistert sein! In puristischem Ambiente richtig genial essen, und das für faire 65 Euro.

Das hier war beispielsweise ein Gericht aus Karotte, Quitte und Kürbis.

Hier könnt ihr gut schlafen:

Gönnt euch ein schickes Hotel in guter Lage, dann könnt ihr die Stadt am besten erkunden.

Das Kempinski Hotel Cathedral Square liegt direkt am großen Weihnachtsmarkt an der Kathedrale – und ist der Hammer. Schaut mal hier!

Anreise nach Vilnius:

Viele Airlines fliegen ab Deutschland nonstop nach Vilnius – hier meine Tipps, wie ihr einen günstigen Flug bekommt!

Der Flughafen Vilnius (VNO) liegt super zentral, in ein paar Minuten seid ihr mitten in der City.

Vilnius, das war der Hammer!

Ich freue mich jetzt schon, dich im Sommer wiederzusehen! <3

In Kooperation mit Kempinski Hotels S. A.

0 Kommentare zu Vilnius in Litauen im Winter – so idyllisch, dass es fast weh tut

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